Der letzte Weg Jesu, von der Burg Antonia bis auf Golgota, wird in der Leidensgeschichte der Evangelien beschrieben. Schon früh gingen christliche Pilger in Jerusalem diesen Weg nach, betrachtend und betend in den von der Tradition überlieferten „Stationen".
Später bildeten heimgekehrte Pilger diesen Kreuzweg nach, auf Bergen, an Wallfahrtswegen und in Kirchen. Heute findet man in fast allen katholischen Kirchen einen „Kreuzweg", so auch in der Ludwigskirche zu Ansbach.
Sie laden uns ein, wie schon die Generationen vor uns, den letzten Weg Jesu – den Weg unserer Erlösung - betrachtend und betend mitzugehen und dabei auch unser eigenes „Kreuz" und die Nöte und Schmerzen unserer Zeit mitzunehmen.
Immer in der Gewissheit, dass der Herr auch unser Kreuz mit trägt und sein Weg keine Sackgasse war, sondern durch den Tod am Kreuz zur Auferstehung führte. Seitdem dürfen wir jedes Kreuz und jedes Leid der Welt von Ostern her im Licht des Lebens und im Glanz von Gottes Herrlichkeit sehen.
Lassen auch Sie sich zu diesem Weg einladen!
Die 14 Ölgemälde mit den Kreuzwegstationen in der katholischen Pfarrkirche St. Ludwig stammen aus der Werkstatt von Johann von Schraudolph in München.Der Ansbacher Stadtpfarrer Franz Henning hatte 1863 einen Verein zur Anschaffung eines Kreuzweges gegründet und schon ein Jahr später konnte der Auftrag für die Kreuzwegstationen erteilt werden.
Die 14 Bilder haben alle eine Höhe von 225 Zentimetern und eine Breite von 113 Zentimetern. Die Zierrahmen mit Aufsatz stammen von dem Ansbacher Bildhauer Herterich. Mit dem Kreuzweg von St. Ludwig ist eng der Name des Regierungsdieners Georg Adam Pirner verbunden. Er spendete 1863 aus Anlass seiner Hochzeit 25 Gulden für die Anschaffung des Kreuzweges. Nach seinem überraschenden Tod ein Jahr später bekam der Kreuzweg-Verein 800 Gulden aus dem Nachlass, so dass der Preis von 1000 Gulden zum großen Teil von Pirner finanziert wurde.
V Herr Jesus, mit dir wollen wir betrachtend deinen Kreuz-Weg gehen. Dieser Weg war schwer und grausam für dich. So erscheint er auch uns. Durch deine göttliche Macht, durch
deine Auferstehung, durch deine Liebe ist er zum Weg der Erlösung für alle Menschen aller Zeiten geworden. In dieser Stunde denken wir an so viele Kreuz-Wege, die wir und andere
Menschen gegangen sind, gehen und gehen werden. Diese Wege sind an sich oft nur sinnlos, ungerecht und kaum zu verstehen. Erst durch dich wurden und werden sie zu Wegen des Heils für uns. Erst durch deine Auferstehung führen
sie uns von der Dunkelheit ins Licht. Schenke uns und allen Menschen den Mut – mit Dir – die Wege und sogar die Kreuz-Wege unseres Lebens zu gehen.
Heiliger Gott!
Heiliger, starker Gott!
Heiliger, unsterblicher Gott!
A Erbarme dich unser.